Geschichte rund um die Ostfriesische Teestube
 

Eigentlich beginnt die Geschichte dieses Hauses im Jahre 1764. In diesem Jahr übernahm der Namensgeber des Hauses die Pacht des Ostendes der damals in zwei Ortsteile geteilten Insel Langeoog. Der seinerzeit noch unbesiedelte mittlere Teil trennte das Westdorf mit etwa 50 Menschen vom Ostende und seiner Meierei. Hayduck Taken, sieben Jahre Vogt auf Langeoog, hatte dort noch unerlaubt gebaut, nachdem er erkannt hatte, wie ertragreich Vieh- und Weidewirtschaft hier waren. Der „wilde Bau” wurde einige Jahre später durch einen Pachtvertrag legalisiert, den Adde Röben übernahm. Familie Röben betrieb nicht nur Landwirtschaft, sondern fuhr auch zur See. Ein eigenes Schiff trug den Familiennamen über die Meere.

Von Adde Röben ging die Pacht des Ostendes auf seinen Schwiegersohn Gerjet Ludwig Kuper über, der sie jedoch aufgab, nachdem er zum Vogt und Bürgermeister bestellt wurde und ins Westdorf zog.

Erst der Seelotse und Kapitän Johannes Hoffrogge, ein Ur-Ur-Enkel des Adde Röben, nahm die Tradition der Familie wieder auf und erbaute 1967 die Ostfriesische Teestube, die er nach seinem Urahn benannte. Mit der Teestube sollte die Verbindung zu den eigenen Vorfahren und den ersten Siedlern nach der großen Sturmflut im Jahre 1721 aufrechterhalten werden.

Im Februar 1994 übernahm ich in Pacht die Teestube und es gelang mir seither in diesem Haus, die alte ostfriesische Teekultur zu bewahren. Eine Teekultur, wie sie in keiner anderen Region Deutschlands anzutreffen ist. Sie verlangt Ruhe, schafft eine erholsame Pause im Alltag und vermag zu jeder Tageszeit Erfrischung und Anregung zu schaffen.

Besonders stolz bin ich auf das „Teezertifikat” des Ostfriesischen Teemuseums in Norden, das mir für mein Bemühen rund um das „ostfriesische Nationalgetränk” 1997 verliehen wurde.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in der Ostfriesischen Teestube.

Ihr

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